Tradition - Gemeinschaft - Musik

Am 02. Juli 2017 fand unser Spendenkonzert anläßlich unserer USA-Reise im Bürgerhaus Endingen statt. Vor vollbesetzten Zuschauerreihen boten wir unseren Zuschauern einen musikalischen Trip zum amerikanischen Kontinent.

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung am 06. Juli 2017

Von: Roland Vitt

 

Vorfreude auf die große Reise

300 Gäste beim Spendenkonzert des Endinger Bürgerwehr-Spielmannszugs anlässlich der geplanten USA-Reise .

 

ENDINGEN. Die Reisefieberkurve steigt beim Bürgerwehr-Spielmannszug Endingen. Vom 6. bis 18. September geht der Verein auf große USA-Reise. Am Sonntagabend fand im Bürgerhaus ein Spendenkonzert statt, dessen Erlös helfen soll, die Kosten für den Instrumententransport zu finanzieren. 300 Zuhörer waren der Einladung gefolgt.

1998 reiste der Spielmannszug nach Venezuela, 2008 nach Brasilien. Kaum wieder daheim, begannen bereits erste Planungen für eine weitere Reise. Viele begannen bereits 2009, in die Reisekasse einzuzahlen. Im März 2015 entschieden sich die Mitglieder für die USA als Reiseziel. Seither wurde eifrig geplant, definitiv gebucht wurde die Reise im November 2016, just ein Tag vor der Präsidentschaftswahl in den USA. Die zwölftägige Reise verspricht viel Sehenswertes, spannende Auftritte und jede Menge Erlebnisse und Erfahrungen.

Vorsitzender Christian Saar erläuterte den Zuhörern den Hintergrund des Konzerts und stellte die Reiseplanung (die BZ berichtete) vor. Die Spenden werden unter anderem zur Finanzierung des Instrumententransports verwendet, welcher den Verein zwischen 5000 und 10 000 Euro kosten wird.

Die Reise führt die 50 Teilnehmer zunächst nach Toronto, die größte Stadt Kanadas. Von dort geht es entlang des Ontario-Sees weiter zu den Niagarafällen, für die Spielleute ein weiteres Naturspektakel nach dem Besuch der Iguazu-Wasserfälle 2008 in Brasilien. In der Nähe der Niagarafälle besuchen die Kaiserstühler das Weingut eines 1977 aus der Pfalz ausgewanderten Winzers, ehe es weiter geht nach Buffalo. Hier pflegen viele deutschstämmige Auswanderer in diversen Vereinen noch deutsche Traditionen, unter anderem auch ein "Schlachtfest", bei dem die Musiker ihren ersten Auftritt haben werden. Die Reise führt weiter in die Hauptstadt der USA, nach Washington D.C, eine Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und viel Geschichte. Nach einem Abstecher nach Philadelphia verbringen die Spielleute insgesamt fünf Tage in New York, wo sie auch an der berühmten Steubenparade teilnehmen werden. Der offizielle Teil der Parade beginnt mit einem Empfang aller teilnehmenden Gruppen beim Bürgermeister, wobei sich die Kaiserstühler musikalisch präsentieren werden. Tags darauf steht dann die Steubenparade an, die im Stadtteil Manhattan über die 5th Avenue führt. Nach der Parade spielt man auf dem Oktoberfest im Central Park und wird dort auch den Nachmittag verbringen. Am letzten Tag ihrer Reise treten die Spielleute nochmals beim Oomphafest im Stadtteil Queens auf, bevor es am späten Abend zum Flughafen geht und wieder gen Heimat geht.

Das Konzert sei für den Bürgerwehr-Spielmannszug wie ein Startschuss für die Reise, betonte Saar. Deshalb präsentierten die Musiker unter Leitung von Tambourmajor Florian Hall ihrem Publikum 15 Titel, hauptsächlich vom amerikanischen Kontinent. Den Anfang machte die Jugendgruppe mit dem "Marsch zur Eröffnung", dem Marsch "Military Escort" und dem "St. Louis Blues" von William Christopher Handy. Das Gesamtorchester eröffnete mit dem Marsch "The Liberty Bell" und dem "Sousa-Marsch". Es folgten "Happy Marching Band" von Siegfried Rundel und der "Catharina Tango" des holländischen Komponisten J.G. Schroen. Mit "Downfall of Paris" erklang eines der 26 Standardstücke der amerikanischen Drum und Marching Bands. Der Titel geht auf das Jahr 1815 zurück, als Napoleon die Schlacht bei Waterloo verlor. Jetzt war das Flötenensemble mit dem "Türkischen Marsch" von Mozart dran. Die Titel "Cachaca", "Samba für Fanfaren", "James Bond Selection", "St. Patrick, New York" und "New York, New York" rundeten das Programm ab, durch das Clemens Sexauer führte.